Wortbildmarke Markus Höllbacher Salzburg Freilassing

Ein Werbetext muss verkaufen. Ganz einfach.

HABEN SIE AUCH SO EINE MUTTER?

Eine reale Anek­dote: Vor vie­len Jah­ren beschloss meine Mut­ter, in eine neue Küche zu inves­tie­ren. Sie ging in ein gro­ßes Möbel­haus, um mir am dar­auf­fol­gen­den Tag begeis­tert davon zu erzäh­len: »Ich war ges­tern Küche schauen, dort habe ich den tolls­ten Ver­käu­fer ken­nen­ge­lernt, mit dem ich je zu tun hatte. Er war extrem auf­merk­sam und beein­dru­ckend kom­pe­tent. Auf alles hatte er eine tref­fende Ant­wort.« Ich: »Und? Hast du gleich bestellt?« Dar­auf meine Mut­ter: »Nein.« Sie kaufte die Küche woan­ders. Das Möbel­haus gibt es heute bedau­er­li­cher­weise nicht mehr.

DER SELBSTVERZWECKTE WERBETEXT

Beträcht­lich viele Wer­be­texte wir­ken wie die­ser ver­meint­li­che Küchen­ver­käu­fer – abso­lut gar nicht. Sie sind bemüht, nett, freund­lich, mit­un­ter sprach­lich genial. Aber am Ende nutzt das nichts. Ein Wer­be­text muss ver­kau­fen, sonst ist er – so hart das klingt – fak­tisch wert­los. Sofern er nicht ein »ich will« aus­löst, ist er kein Wer­be­text, son­dern eine schrift­li­che Infor­ma­tion. Ein Selbstzweck-Text, selbst wenn er noch so gekonnt zu Papier gebracht ist. Frage: Wann haben Sie zuletzt mit dem Gedan­ken gespielt, ein Auto zu kau­fen, das zwar schön ist, aber nicht fährt? Eben.